Shilouetten von Menschen vor dem Hintergrund von Hitzelinien, die den Klimawandel symbolisieren.

Wärmer wars nie

Das es früher auch mal heiß war, hört man immer wieder. Fakt ist aber: So heiß wie in diesem Sommer war es noch nie, seit Menschen die Temperatur dokumentieren.

Am 5. August 2023 meldete das Kopernikus Institut, dass die globale Oberflächentemperatur der Weltmeere im Mai, Juni und Juli Rekordhöhen erreicht haben. Dieser Rekord wurde dann im August gebrochen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% wird es innerhalb der nächsten fünf Jahre weitere Hitzerekorde geben. Parallel meldet die NASA, dass Juli 2023 der heißeste Monat seit Aufzeichnungsbeginn ist.

Thermo-Karte der NASA, mit der die aktuellen Temperaturanomalien durch den Klimawandel deutlich werden.

Temperaturanomalien im Juli 2023 im Vergleich zur durchschnittlichen Julitemperatur von 1951-1980. Credits: NASA’s Goddard Institute for Space Studies

Früher war es nie so heiß wie heute. Und in Zukunft wird es noch heißer. Das ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Zum Beispiel:

  • Je wärmer die Ozeane werden, desto weniger Co2 können sie aufnehmen, was den Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre erhöht, und die Treibhaus-Effekt verstärkt. (UN)
  • Die Erhitzung wirkt sich auf den Golfstrom aus, der das Klima in Westeuropa bestimmt. Sollte er durch die Erwärmung stoppen, hat das katastrophale Auswirkungen. (Guardian)

Ob die westeuropäischen Küsten zukünftig durch einen Mega-Damm geschützt werden, ist reine Spekulation. Eins ist aber sicher:

The science is clear. We must act now to protect our communities and planet; it’s the only one we have.”

Bill Nelson, Admininstrator (Verwaltungschef) NASA

Grafik, die den Anstieg der Oberflächentemperatur der Weltmeere zeigt.

Die Meeresoberflächentemperatur (°C) gemittelt über den extrapolaren globalen Ozean (60°S-60°N) im Jahr 2023 (schwarze Linie) und von 1979 bis 2022 (graue Linien). Die durchschnittlichen Bedingungen für 1991-2020 sind durch die gestrichelte graue Linie dargestellt. Der vorherige globale Durchschnitts-SST-Rekord von März 2016 ist durch die markierte horizontale gestrichelte graue Linie dargestellt. Datenquelle: ERA5. Bildnachweis: Copernicus Climate Change Service/ECMWF.